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Hohler Stein

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Details

Standort Rüthen, Deutschland
Koordinaten 51.43627, 8.40280
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Beschreibung

Ausgrabungen im Hohlen Stein von Eberhard Henneböle und Julius Andree in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erbrachten reiche Funde aus der späten Altsteinzeit und der vorrömischen Eisenzeit.

Aus den Funden aus der Altsteinzeit lässt sich ein lebendiges Bild der Vorgeschichte rekonstruieren: Eine Rentierjägergruppe benutzte den Hohlen Stein am Ende der Eiszeit als Jagdquartier. Sie bereiteten Waffen und Werkzeuge vor - zahlreich waren die Funde sogenannter Stielspitzen, typischer Feuerstein- Pfeilspitzen der Rentierjäger. Ein besonderer Fund ist der Zahn eines Wolfes (oder Hundes), der durchbohrt war, um an einer Schnur um den Hals getragen zu werden: Er ist das älteste bisher in Westfalen gefundene Schmuckstück.

Hier im Lörmecketal erwarteten die Rentierjäger den Frühjahrszug der Rentierherden, die am Ende der Eis- zeit das Gebiet beweideten. Im Frühjahr zogen die Rentiere aus der Tiefebene auf die höher gelegenen Sommerweiden des Sauerlandes. An der Engstelle, die der Hohle Stein im Lörmecketal bildet, konnten die Rentierjäger schnell eine große Zahl Rentiere erbeuten. Rund um den Hohlen Stein wurde die Beute an- schließend weiterverarbeitet.

In der Vorrömischen Eisenzeit - ca. 750 v.Chr. bis zur Zeitenwende - diente die Höhle nach Ausweis der Funde als Begräbnisplatz. Ein immer wieder be- haupteter Zusammenhang mit der Nibelungensage kann dagegen nicht belegt werden.

Besonders spannend: Im 30jährigen Krieg diente die Höhle Falschmünzern als Unterschlupf, die dort 6 Pfennig-Stücke der Stadt Werl fälschten.

Fotos


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